Zusammenarbeit mit Bergwacht

Im letzten Schulungsseminar des Jahres 2016 referierten Andreas und Hans-Martin Bäcker von der Bergwacht Wunsiedel über die Zusammenarbeit Feuerwehr - Bergwacht. Sie erklärten verständlich anhand eines Lichtbildvortrages, was beide Seiten beachten müssen, um einen gemeinsamen Einsatz von Bergwacht und Feuerwehr effektiv abzuarbeiten. Für die interessante und lehrreiche Schulung sei den beiden Referenten gedankt.

 

 

Retten Eingeklemmter unter Lkw

"Lkw fährt ungebremst auf Stauende und überrollt Pkw. Im Pkw ist eine vierköpfige Familie eingeklemmt.", wer hat nicht schon einmal eine solche Horrormeldung im Radio gehört. Um hier gezielt und effektiv Hilf leisten zu können, muss die Feuerwehr sich entsprechend ausrüsten und den Einsatz der Rettungsgeräte üben.

Mehrere Gruppenführer unserer Feuerwehr hatten nun die Möglichkeit an einem Seminar "Technische Hilfeleistung" bei der Feuerwehr in Abendesberg teilzunehmen. Dieses Seminar behandelte dieses schwierige und doch interessante Themenfeld. Die Firma Heavy Rescue Germany stellte Rettungsgerät für schwere technische Hilfeleistung bei der dortigen Feuerwehr vor. An mehreren Stationen waren Verkehrsunfälle dargestellt, bei denen Pkw unter Lkw eingeklemmt waren. Die Gruppenführer konnten an diesen Stationen die vorgestellten Geräte selbst ausprobieren und Erfahrung für die Rettung von Menschen aus solch schwierigen Situationen sammeln. So mussten schwere Tanklaster oder Lkw angehoben und gestüzt werden, um den Pkw unter dem Lkw für die Insassenrettung frei zu bekommen.   Danke an die Feuerwehr Abensberg und die Firma Heavy Rescue Germany für diese Möglichkeit.


 

 

Rettung eingeklemmter Personen

Aktive unserer Feuerwehr übten die Rettung von Personen, die etwa nach einem Verkehrsunfall im Pkw eingeklemmt sind. Dabei wurden verschiedene Techniken angewendet. Front-, Heck- und Seitenscheiben mussten so entfernt werden, dass die verletzten Insassen nicht gefährdet werden. Türen und Heckklappen wurden mit Hydraulikspreizer und -schere geöffnet, damit möglichst große Rettungsöffnungen entstehen.

Sogar  die sogenannte „Fischdose" wurde geübt. Dabei wird mit einer Säbelsäge das Dach entlang der Dachholme abgesägt und wie bei einer Fischdose nach vorne aufgeklappt. So gelingt es eine achsengerechte Rettung des Patienten nach hinten durch das Fahrzeugheck durchzuführen, ohne an verstärkten Komponenten des Fahrzeuges arbeiten zu müssen.

An einer weiteren Station wurde geübt, wie man eine Person, die unter den Rädern eines Lastkraftwagens eingeklemmt ist, retten kann. Dabei muss beachtet werden, dass die Hubkissen oder Winden richtig angesetzt werden, um den Federweg der Achse zu blockieren. Zudem muss der Lkw so stabilisiert werden, dass eine weitere Gefährdung des Verletzten und der Retter ausgeschlossen ist.

Beide Übungen wurden bei Dunkelheit ausgeführt, sodass die Einsatzkräfte auch die Einsatzstellen entsprechend ausleuchten mussten.


 

 

Die Übungsteilnehmer an der Tragkraftspritzenpumpe
Tragkraftspritzenpumpe beim Einsatz für eine Hydrowand
Angehender Maschinist beim Verstauen von Gerät
Einweisung am TSF
Lichtbaum wird montiert
Einweisung am Gruppenlöschfahrzeug (LF16/12)
Die Pumpe am LF16/12 kann aus dem eingebauten Wassertank oder von einer externen Wasserstelle Löschwasser pumpen.
Einweisung an einem der Notstromaggregate

Maschinistenübung

Am Samstag, 8 Oktober 2016 trafen sich die Maschinisten unserer Feuerwehr, darunter eine Frau, zur jährlichen Übung. Der Kommandant, sein Stellvertreter sowie der Gerätewart und seine Stellvertreter informierten die Maschinisten über ihre grundsätzliche Aufgaben, Neuerungen und Ergänzungen in den Dienstvorschriften. Im praktischen Teil wurden alle Pumpen, Notstromaggregate und Fahrzeuge vorgeführt und die Maschinisten hatten Gelegenheit sich selbst an den Geräten zu versuchen. Der Maschinist muss wissen, welchen Wasserdurchsatz eine Pumpe leistet und mit  welchem Druck das Wasser an die Strahlrohre gepumpt werden muss. So schafft die kleinere Tragkraftspritzenpumpe 800 Liter pro Minute bis hin zu der im Gruppenlöschfahrzeug eingebauten Pumpe, die  sogar 1200 Liter in der Minute fördert. Geübt wurde neben der Bedienung des umfangreichen Schalttableaus für Funk, Martinshorn, Blaulicht und Rundumbeleuchtung auch das Ausfahren und Anschließen der Beleuchtungsbäume. Bedingt durch den Digitalfunk waren Umstellungen in der Fahrzeugausrüstung notwendig geworden. Da die Maschinisten bei einem Einsatz grundsätzlich für den Zustand des Fahrzeuges und der Beladung verantwortlich sind, war es natürlich in ihrem eigensten Interesse, diese Neuerungen intensiv zu verinnerlichen.


 

 

Übung mit der Kettensäge

„Schwere Unwetter mit Hagel und heftigen Orkanböen haben große Schäden angerichtet. Straßen und Eisenbahnverbindungen sind durch umgestürzte Bäume blockiert. In der Stadt demolierten entwurzelte Bäume Hausdächer und Fahrzeuge.“ Solche Meldungen sind in letzter Zeit immer häufiger im Radio zu hören und das Fernsehen zeigt dazu entsprechende Bilder. Wie gut, dass es da die Feuerwehr gibt. Getreu ihrem Wahlspruch: Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr, helfen die Frauen und Männer der Feuerwehr, ehrenamtlich und unentgeltlich, in solchen Situationen jedem in Not Geratenen. Mit Kettensägen zerstückeln sie die blockierenden Bäume und befreien Fahrzeuge von darauf liegenden Stämmen. Darüber hinaus müssen sie angeknackste Bäume auch fällen, wenn sie umzustürzen drohen.

Dazu müssen die Floriansjünger natürlich auch das Handwerkszeug, die Kettensägen, Äxte und Keile bedienen können und auch die Gefahr, die von den umgestürzten und verkeilten Bäumen ausgeht richtig einschätzen und die verspannten Stämme entsprechend sichern. Dies lernen und üben sie in vielen Fortbildungskursen. Unter fachmännischer Anleitung wurden dazu mehrere beschädigte Bäume gefällt und in handgerechte Stücke zersägt, damit sie von den Frauen und Männern auch beiseite geschafft werden konnten. Entsprechende Schutzkleidung ist dabei selbstverständlich obligatorisch.

Lehrgang Türöffnen

Es muss schnell gehen, es geht um Leben und Tod: Eine Person, die sich selbst nicht mehr helfen kann ist in einer Wohnung eingesperrt und muss dringend ärztlich versorgt werden. Hausmeister ist nicht erreichbar. Um dem Arzt und den Rettungsdienst Zutritt zu verschaffen, muss die Haus- und die Wohnungstür aufgebrochen werden.

In einem Seminar der Heavy Rescue Germany  konnten solche und ähnliche Situationen von Aktiven der Feuerwehren Mitterteich, Schirnding, Aub  (Landkreis Würzburg) und unserer Wehr  an unterschiedlichen Türmodellen  im Gerätehaus unserer Feuerwehr  geübt und trainiert werden. Wichtig ist, dass im Team konsequent zusammengearbeitet wird, die richtige Taktik und das richtige Werkzeug angewendet werden; dann lassen sich die meisten Türen in Sekundenschnelle öffnen bzw. aufbrechen.  

Ein interessantes und für Hilfeleistungen unverzichtbares Seminar. Dank an die engagierten Instruktoren von Heavy Rescue Germany.


Lehrgang Maschinenunfälle

Zehn Aktive der Feuerwehr konnten  an einem Lehrgang „Maschinenunfälle“ der Firma Heavy Rescue Germany teilnehmen. Unter „Maschinenfall“ werden bestimmte Unfälle in der Industrie, im Haushalt oder in der Freizeit, wie z.B. Pfählungen aller Art, Einklemmungen von Extremitäten, festsitzende  Ringe u.a., zusammengefasst. Nicht immer kann der Patient, so wie er am Unfallort angetroffen wird, in eine Klinik verbracht werden, sondern muss erst von der Feuerwehr aus seiner misslichen Lage befreit werden.  Das Spektrum dieser Rettungsmaßnahmen ist so vielfältig  wie die Unfallsituationen.

In einer Vielzahl von Beispielen konnten die Teilnehmer die Auswahl und den Umgang mit dem passenden Gerät erlernen und üben. Das Ausarbeiten von kreativen Lösungen in kniffligen Situationen, ganz nah am Patienten, war sehr wichtig. Diese Ausbildung versetzt unsere Einsatzkräfte in die Lage, auch bei schwierigen Rettungsaktionen entsprechend zu reagieren und  mit dem passenden Gerät schnelle Hilfe zu leisten. Vielen Dank an die super motivierten und sehr netten Ausbilder von Heavy Rescue Germany.

Mit Keil und Luftkissen werden die klemmenden Teile so weit gespreizt, dass die Hand befreit werden kann