Jugendleistungsprüfung

Acht Feuerwehranwärter der Freiwilligen Feuerwehr Hohenberg an der Eger, fünf junge Damen und drei Herren, hatten sich in ihrer Freizeit lange und gründlich auf die Jugendleistungsprüfung vorbereitet  Diese dient zum Nachweis der Grundkenntnisse der Feuerwehr-Dienstvorschrift   „Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz”, der Gerätekunde und der Unfallverhütungsvorschriften. Die Prüflinge müssen fünf Übungen als Einzelperson und fünf Übungen als Einsatztrupp absolvieren. Teilnahmeberechtigt sind Anwärter vom vollendeten 14. bis zum 18. Lebensjahr.

Es war ein heißer Samstag Ende Juli2018 als Jugendwart Thomas Jobst die Feuerwehranwärter dem Schiedsrichterteam bereit zur Prüfung meldete. Geschick, Kraft und Zielgenauigkeit sind gefragt, wenn der doppelt gerollte Schlauch der Größe C innerhalb eines begrenzten Feldes ausgeworfen werden muss oder  eine Feuerwehrleine über sieben Meter in einer 70-cm-breiten Bahn auf Ziel zu werfen ist. Schließlich muss einem Kameraden oder einer Kameradin eine Sicherheits- bzw. Rettungsschleife, einen Brustbund, angelegt werden. Weiter müssen die Prüflinge ein Seil mit einem Mastwurf an einer Tragkraftspritze befestigen und ein    Strahlrohr mit einer Feuerwehrleine sichern.

Teamfähigkeit ist bei den Trupp Übungen gefragt. In Zweiertrupps war in Feuerwehrschutzkleidung eine 100-Meter-Strecke zu durchlaufen. Dabei mussten sechs C-Schläuche zu einer 90 Meter langen Wasserleitung zusammengekoppelt werden.   Diese Übung stellte bei der herrschenden Hitze wohl die höchste Anforderung an die Kondition der Prüflinge. Weiter war ein Strahlrohr an einen C-Schlauch anzuschließen, mit der Kübelspritze ein Eimer umzuwerfen. Armaturen, Kupplungen und weiteres Gerät mussten die Anwärter den vier  Gerätegruppen Wasserentnahme, Wasserfortleitung, Wasserabgabe und sonstiges Zubehör zuordnen. Und in einer Vierergruppe war eine Saugleitung zusammenschließen.

Auf den praktischen Teil folgte nun eine theoretische Prüfung. Hier mussten die Anwärter Fragen  aus der Einsatzlehre, den Unfallverhütungsvorschriften, und zu Aufgaben und Organisation der Feuerwehr sowie aus der Gerätekunde beantworten.

Nachdem die Prüfungsprotokolle ausgewertet waren, gab das Schiedsrichterteam das Prüfungsergebnis bekannt:  alle Teilnehmer haben die Leistungsprüfung bestanden. Die Prüflinge, die in Trupp-Formation zur Abschlussbesprechung angetreten waren, atmeten sichtlich erleichtert auf. „Ihr habt heute bewiesen, dass ihr engagiert in der Feuerwehr mitarbeitet.“, lobte Kreisbrandrat Wieland Schletz die nun erlöst lächelnden Anwärterinnen und Anwärter. Und als sie nach den lobenden Worten des Kreisbrandrates das Jugendleistungsabzeichen aus dessen Hand entgegennehmen durften, strahlen ihre Gesichter voller Stolz. Für die Jugendarbeit der Feuerwehr Hohenberg fand er ebenfalls anerkennende Worte: „Für die Feuerwehr ist die Jugendarbeit wichtig. Es sind schließlich unsere Nachfolger. Und was hier auf diesem Sektor die Verantwortlichen leisten verdient volle Anerkennung.“

Erster Bürgermeister Jürgen Hoffmann zeigte sich überaus erfreut über das hervorragende Abschneiden „seiner Feuerwehranwärter“. Er gratulierte den Prüflingen zum Leistungsabzeichen: „Ihr habt Euch in Eurer Freizeit auf  diese Prüfung vorbereitet. Euer Engagement  verdient Lob und Anerkennung.“

Nicht weniger stolz war Kommandant Klaus Hoffmann: „Euer Eifer, Euer Wissen und Eure Kameradschaft sind vorbildlich. Ich bin stolz auf Euch.“ Er gratulierte den Prüfungsteilnehmern und bedankte sich beim Jugendwart Thomas Jobst und seinem Vertreter Lukas Damrot für die ausgezeichnete Ausbildungsarbeit.

Abschließend bedankte er sich  beim Kreisbrandrat Wieland Schletz, Kreisbrandinspektor Armin Welzel und Kreisbrandmeister Alexander Letz, dass sie mit ihrer Anwesenheit bei dieser Prüfung die Bedeutung der Jugendausbildung unterstreichen. Weiterer Dank galt dem Schiedsrichterteam Stefan Zimnea, Yvonne Diepold und Roland Kaiser: „Danke für die faire Abnahme der Prüfung.“ „Auch ihr Schiedsrichter habt heute schwitzen müssen – nicht wegen Prüfungsangst, wegen der" Hitze.“, fügte er noch schmunzelnd an.

 

Informationsbesuch beim BRK Schirnding

Am Dienstag, 17. April 2018, besuchte unsere Jugendunter Führung von Jugendwart Thomas Jobst und Lukas Damrot die Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes in Schirnding. Der stellvertretende Bereitschaftsleiter Christian Korb und Sebastian Korb zeigten Fahrzeuge und Ausrüstung der Hilfsorganisation und erläuterten die Aufgaben der Bereitschaftsdienststelle.

Sebastian Korb zeigte die Möglichkeiten und Mittel mit denen die Fahrzeuge ausgestattet sind und wie man damit in medizinischen Notsituationen helfen kann. Einige „Patienten“, hier schlüpften die Jugendliche in diese Rolle, wurden fachmännisch von den „Sanis verarztet“.

Den Einsatzleitwagen erklärte Christian Korb. Hier erfuhren die angehenden Floriansjünger, mit welcher technischen Ausrüstung größere Einsätze von diesem Fahrzeug aus koordiniert werden können.

Beeindruckt waren die Jugendlichen von der Ausrüstung und besonders von der technischen Ausstattung des Einsatzleitwagens. Bei diesem sehr interessanten Besuch konnten unsere Jugendlichen erfahren, welche Aufgaben das Bayerische Rote Kreuz im Allgemeinen und hier speziell die Bereitschaftsstelle Schirnding hat und wie die Zusammenarbeit mit anderen Behörden und Hilfsorganisationen bei Einsätzen funktioniert. Einhellige Meinung der Jugendfeuerwehrler war: „Spitze!!! - lehrreich und informativ.“ Ein herzliches Dankeschön an die beiden Referenten.

Prüfung zur Jugendflamme

Am Samstag, 17.03.2018, fand bei der Feuerwehr Röslau die landkreisweite Abnahme der Jugendflamme statt. Die Jugendflamme ist ein Ausbildungsnachweis in Form eines Abzeichens für Jugendfeuerwehrmitglieder. Sie wird in 3 Stufen gegliedert. Das Ausbildungsprogramm für die Jugendflamme bietet eine Möglichkeit, Jugendlichen ihre Zeit in der Jugendfeuerwehr interessant, abwechslungsreich und strukturiert zu gestalten.

Kreisbrandrat Wieland Schletz und Kreisjugendwart Marco Schacht begrüßten die 80 Teilnehmer aus dem gesamten Landkreis. Von unserer Wehr haben sechs Jugendliche die Prüfung zur Stufe 1 und sechs zur Stufe 2 abgelegt. Um Stufe 2 abzulegen, ist Voraussetzung, dass man die Jugendflamme der Stufe 1 besitzt. Alle unsere Jugendlichen haben die Prüfung bestanden.

Für die Stufe 1 wird von den Prüflingen verlangt :

- Absetzten eines Notrufes

- Anfertigen von 3 Knoten und Stichen

- Erklären von: Unterflurhydrant, Standrohr und Strahlrohre

- Geschicklichkeitsübung

 

und für Stufe 2:

- Erkennen von Fahrzeugen und Funkrufnahmen

- Fahrzeugkunde am eigenen Feuerwehrfahrzeug (Gerätekunde)

- Kuppeln einer B-Leitung

- Aufbau eines provisorischen Wasserwerfers

- Geschicklichkeitsübung