Brand im Stadtzentrum

Eine Übung der Feuerwehr im Stadtzentrum zeigt, dass  hier die Brandbekämpfung aufgrund der eng aneinander gebauten Wohngebäude und landwirtschaftlichen Betrieben mit ihren meist aus Holz erbauten Scheunen zwar schwierig aber doch lösbar ist. Die zahlreichen Zuschauer, darunter Kreisbrandinspektor Armin Welzel und Ehrenkreisbrandmeister Karl Fürbringer, sahen einen reibungslosen und koordinierten Einsatz.

Ein grelles Sirenenheulen alarmierte die freiwillige Feuerwehr Hohenberg am Mittwoch, 19. September 2018 um 19:30 Uhr zu einer Übung. Angenommen wurde ein Brand in der Scheune eines landwirtschaftlichen Anwesens in der Kirchstraße gegenüber der evangelischen Kirche. Aufgrund der engen Bebauung sind die Nachbaranwesen vom Feuer bedroht. 

Mit Blaulicht und Martinshorn rückten die Floriansjünger aus. Der Einsatzleiter, Kommandant Klaus Hoffmann weist die Gruppenführer in die Lage ein und diese setzen daraufhin ihre Frauen und Männer gezielt für die Lösch- und Sicherungsarbeiten ein. Das große Löschgruppenfahrzeug positioniert sich neben der Kirche und rasch hat die Besatzung für den ersten Löschangriff eine Leitung zum Einsatzort im Hof des Objektes gelegt und drei Angriffstrupps bekämpfen den Brand aus C-Rohren. Bis die Leitung zum Hydranten genutzt werden kann, werden die Angriffstrupps mit Wasser aus dem 1200-Liter-Tank des Löschfahrzeuges versorgt.  Andere Trupps verlegen inzwischen noch mehrere Schlauchleitungen  und schützen die benachbarten Gebäude mit Wasservorhängen vor einem Übergreifen der Flammen. Weiter stehen Angriffstrupps bereit, um die auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehende Kirche und das Wohngebäude zu sichern.  Erschwert wird die Brandbekämpfung durch die hereinbrechende Dunkelheit, so dass der Einsatzort mit Scheinwerfern ausgeleuchtet werden muss. Verkehrssicherungsposten regeln den Verkehr, da die Straßen durch die Einsatzfahrzeuge und die Schlauchleitungen verengt sind. Nach einiger Zeit sind die Flammen bezwungen und der Einsatzleiter kann den Befehl: „Feuer aus.“ geben.

Nun geht es ans Aufräumen, bevor abgerückt werden kann. Wieder am Feuerwehrhaus angekommen, wird die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt: die gebrauchten Schläuche werden zum Trocknen aufgehängt und dafür neue in die Fahrzeuge verladen. Eingesetztes Gerät wird überprüft. Bei der anschließenden Abschlussbesprechung im Feuerwehrhaus war Kommandant Klaus Hoffmann mit der Einsatzbereitschaft seiner Frauen und Männer und dem Ablauf der Übung sehr zufrieden. Er sprach allen Beteiligten, insbesondere den eingebundenen Jugendlichen, seinen Dank und seine Anerkennung aus.  Beim Besitzer des Anwesens bedankte er sich, dass dieser seinen Hof für diese Nachtübung zur Verfügung gestellt hat. Er habe das gerne getan, denn schließlich müsse die Feuerwehr doch realistisch üben können, um im Ernstfall auch effektiv helfen zu können, bedankte sich dieser seinerseits bei der Feuerwehr. Kreisbrandinspektor Welzel bestätigte, dass die Übung erfolgreich war und gezeigt hat „die  Hohenberger Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner  beherrschen ihr Metier, ihr Gerät und sind ein eingespieltes Team.“ ergänzte er weiter. Bürgermeister Jürgen Hoffmann, der selbst aktiv in die Übung eingebunden war, meinte: „Auf meine Kameradinnen und Kameraden ist Verlass. Ich bin stolz auf meine Feuerwehr und die Hohenberger Bürgerinnen und Bürger können sich sicher fühlen.“


Großübung in Arzberg

Angenommen wurde ein Brand, der vermutlich durch Dacharbeiten auf dem Flachdach des Anwesens ausgebrochen ist und auf die angrenzende Sporthalle überzugreifen drohte. Mehrere Personen sind auf dem Flachdach, in der Dachwohnung eingeschlossen und ein Arbeiter wurde unter einem Lastwagen eingeklemmt, als ein Mitarbeiter der Firma, den Lastwagen in Sicherheit bringen wollte.

Die Übung wurde  von Kreisbrandinspektor Armin Welzel moderiert, so dass die Zuschauer die Alarmierung, die Anfahrt der Wehren und die Aktionen der Einsatzkräfte verfolgen und auch verstehen konnten.

Unsere Feuerwehr hatte zusammen mit der Feuerwehr Schirnding einen Teil der Wasserversorgung sicherzustellen. Dazu waren 320 Meter Schlauchleitung zu verlegen und eine Verstärkerpumpe für die Strahlrohrstrecke einzusetzen. Von der Verstärkerpumpe zum Verteiler wurden drei Längen B-Schlauch verlegt und für den Löschangriff drei C-Rohre angeschlossen. Weiterhin stellte Hohenberg Atemschutzgeräteträger.

Insgesamt waren bei dieser Großübung neben Arzberg zehn weitere Feuerwehren, darunter Marktredwitz mit der großen Drehleiter, mit 20 Fahrzeugen und 132 Kräften im Einsatz. Als Rettungsdienst war das BRK Schirnding eingesetzt.


Brandschutzübung

Damit die Mannschaft das Arbeitsgerät beherrscht,  das Zusammenwirken der verschiedenen Einsatztrupps klappt, spielt die Feuerwehr in Übungen unterschiedlichste Einsatzszenarien durch. 

Am Mittwoch wurde die Rettung von Personen aus einem in Brand stehenden und verrauchten Wohnhaus geübt. Zudem musste verhindert werden, dass das Feuer auf benachbarte Häuser übergreift.

Der Maschinist ist verantwortlich, dass zu den Angriffstrupps genügend Wasser mit dem erforderlichen Druck gepumpt wird.

Da das Brandobjekt an einer stark befahrenen Ortsdurchgangsstraße liegt,  muss der Straßenverkehr geregelt werden.  Schlauchleitungen, die die Fahrbahn queren, werden durch sogenannte Schlauchbrücken verlegt, damit Fahrzeuge, zwar im Schritt, aber dennoch über sie hinwegfahren können.  

Der Einsatz der Atemschutzgeräteträger, die zur Rettung von Personen und zum Löschen des Brandes in das verrauchte und  brennende Haus eindringen, muss überwacht werden und für den Fall des Falles stehen zu ihrer Rettung weitere Atemschutzteams bereit.

Sobald die Flammen gelöscht sind, kann der Qualm mit einem starken Gebläse aus dem Haus geblasen werden.


Höhenrettung

Auch das muss eine Feuerwehr beherrschen: Rettung aus Höhen. Die Burg Hohenberg stellt bei Rettung von Menschenleben erhebliche Ansprüche an die Retter der Feuerwehr. Die hohen Mauern, die Türme und das Palastgebäude können teilweise nur über Leitern erreicht werden. Die Zufahrt zum Palastgebäude ist für eine großes Drehleiterfahrzeug nicht möglich, daher muss improvisiert werden.

Um allen Eventualitäten gewachsen zu sein, üben die Aktiven der Feuerwehr immer wieder die Rettung von Menschen aus der Bürg. Dabei werden verschiedenste Techniken erprobt und geübt. Das Übersteigen der hohen Burgmauern erfordert schon eine gewisse Schwindelfreiheit.

 

 

Unfall mit Gefahrgut-Lkw

Ein Pkw war gegen die rechte Heckseite eine Lkw geprallt, der Gefahrgut geladen hatte. Dabei wurde die Tür aufgesprengt und mehre Kanister mit Gefahrgut fielen von der Ladefläche, zerbarsten und der Inhalt ergoss sich auf den Boden. Der Fahrer war im Fahrzeug eingeklemmt, war aber ansprechbar. Das war die Ausgangslage für die Übung, mit der die Aktiven der Feuerwehr Hohenberg am 11. April 2018 den Einsatz bei leichten Gefahrgut trainierte, um für den Eventualfall gerüstet zu sein..

Schnell war die Feuerwehr am Unglücksort. Als der Einsatzleiter die Situation erkundet hatte und feststand, das Gefahrgut ausgelaufen war, wurde zunächst eine Sperrzone um das Fahrzeug errichtet, die nur von Einsatzkräften in entsprechenden Schutzanzügen betreten werden durfte. Alle sonstigen Helfer mussten außerhalb dieser Sperrzone agieren. Damit möglichst wenig Personal kontaminiert wird, wurde eine Übergabestelle für das in der Sperrzone benötigte Gerät eingerichtet. Die Außenhelfer legten die Ausrüstung dort ab und die in der Sperrzone arbeitenden Kollegen konnten es da aufnehmen, ohne in direkten Kontakt mit den Außenkräften zu kommen.

Zunächst wurde versucht dem eingeklemmten Pkw-Fahrer zu helfen, Während ein weiterer Trupp das ausgelaufene Gefahrgut neutralisierte. Als der Trupp versuchte, das Fahrzeug mit Rettungsschere und -spreitzer zu öffnen, drang plötzlich dichter Qualm aus dem Motorraum. Nun musste ein weiterer Trupp diesen Motorbrand ersticken.

Nachdem der Fahrer gerettet und das Gefahrgut neutralisiert war, wurden Einsatzkräfte und eingesetztes Gerät in der eigens eingerichteten Zone dekontaminiert.

Das Einsatzspektrum der Feuerwehr ist weit gefächert. Mit entsprechenden Übungen trainieren die Floriansjünger verschiedenste Einsatzsituationen. Sie tun dies in ihrer Freizeit, um im Ernstfall helfen zu können.

 

 

Eisrettungsübung bei klirrender Kälte

Die Kälterekorde der letzten Tage brachte für die Mehrzahl der Bürger Erschwernisse. Busse und Bahn hatten Verspätungen, Autos sprangen nicht an. Aber die Freiwillige Feuerwehr Hohenberg nutzte diese Gelegenheit und setzte eine Eisrettungsübung an. Gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr führte man diese Übung durch. Auf einem zugefrorenen Teich in Hohenberg konnte unter realen Bedingungen am Freitagabend eine Person, die auf dem dünnen Eis eingebrochen war, aus ihrer misslichen Lage gerettet werden. Das Eis dieses Teiches wurde vorher auf seine Tragfähigkeit geprüft – man wollte bei der Übung kein unnötiges Risiko eingehen.

Nach einer theoretischen Einweisung nahmen die Floriansjünger unterschiedlichste technische Geräte, die bei der Feuerwehr vorhanden sind, zur Rettung her. Um das Gewicht des Helfers und des Verunfallten möglichst großflächig zu verteilen sind Gegenstände wie Leitern, Tragen, Bretter, Schier und Ähnliches geeignet. Damit kann auch die Distanz zum Verunglückten überbrückt werden. Wegen der Gefahr der Unterkühlung des Verunfallten ist der Eisrettungseinsatz immer zeitkritisch. Aber für die Rettungskräfte ist es auch wichtig auf die eigene Sicherheit zu achten. So muss auf jeden Fall die Tragfähigkeit des Eises geprüft werden. Um eine weitere Einbruchsgefahr zu mindern dürfen die Einsatzkräfte auch keine Gruppen auf dem Eis bilden.

Die Retter zogen die in diesem Fall obligatorische Schwimmweste an und bewegten sich, durch Leinen vom Ufer aus gesichert,  auf den unterschiedlichsten Hilfsmitteln wie Leiterteilen, Rettungsbrett und Schleifkorbtrage zu dem ins Eis eingebrochenen Kameraden hin, der durch einen Überlebensanzug vor Unterkühlung geschützt war, zu retten.

Wichtig neben der Rettung des Patienten ist jedoch auch auf den Eigenschutz zu achten. Das heißt, die Einsatzkräfte müssen mit Feuerwehrleinen gesichert werden. Ebenso sollte das Rettungsmittel gesichert sein. So kann nach der Rettung die Einsatzkraft und der Patient ans Ufer geschleppt werden. Und sollte auch der Retter durchs Eis brechen, kann er ebenfalls mit der Leine wieder aufs Eis bzw. an das Ufer gezogen werden.

 

Die Feuerwehr Hohenberg weist in diesem Zuge nochmals eindringlich darauf hin, dass Eisflächen nicht betreten werden sollten! Das Eis trägt nicht mehr!

Kommt es dennoch zu einem Eisunfall, so ist schnelle Hilfe wegen der Gefahr der Unterkühlung nötig.

Unverzüglich  Rettungsdienst und Feuerwehr alarmieren. 

Stets auf Eigensicherung achten!

Ist das Eis nicht tragfähig und stet kein zur Verfügung Wasserfahrzeug , dem Verunfallten Rettungshilfen zuschieben:

  • Leiter
  • Bretter/Schier
  • Seil

Ist das Eis tragfähig, dennoch auf eigene Sicherheit achten:

  •  Auf dem Eis keine Gruppen bilden.
  • Retter mit Seil am Ufer sichern und
  • zum Annähern an die Einbruchstelle Hilfsmittel wie Leitern, Bretter usw. zur Gewichtsverteilung nutzen. Auch diese möglichst mit Seilen sichern.