Tag der Deutschen Einheit

Die Gedenkfeier zur Wiedervereinigung Deutschlands veranstaltete die Stadt Hohenberg an der Friedenseiche. Nachdem Erster Bürgermeiter Jürgen Hofmann auf die coronabedingten Verhaltensregeln hingewiesen hatte und die "Hobercha Feierwehrkapelln" die Anwesenden mit einem einfühlsamen Musikstück unterhielt, begrüßte er die Gäste.

In seiner Festrede erinnerte der ehemalige hohenberger Bürgermeister und Landtagsabgeordnete a.D. Albrecht Schläger an die Montagsdemonstrationen in denen die Bürger der damaligen DDR demokratische Freiheiten forderten und die schließlich zur Wiedervereinigung führten. Auch wies er auf die Beutung des vereinten Europa für die Bundesrepublik Deutschland hin. Zugleich warnte er vor Verschwörungstheoretikern und Extremisten.

Frau Pfarrerin Pröbstl und Pfarrer Brunhuber sprachen Dankgebete und zum Abschluss der Feier sangen alle Anwesenden gemeinsam das Deutschlandlied, das die "Hohenbercha Feierwehrkapelln" gekonnt begleitete.

Wiesenfestabschluss

Wenn auch kein Festbetrieb am Wochenende auf dem Wiesenfestplatz stattgefunden hat, so hielt man doch an der Tradition fest, am Montag Abend auf dem Burgplatz das Hohenberger Wiesenfest offiziell ausklingen zu lassen.

Nach einer kurzen Abschlussansprache des Ersten Bürgermeitsers Jürgen Hoffmann intonierte ein Trompetentrio der „Hohbercha Feierwehrkapelln“ das Deutschlandlied und das Hohenberger Heimatlied. Die überschaubaren anwesenden Bürgerinnen und Bürger sangen bewegt mit. Und danach ließen die Kinder wieder, wie jedes Jahr, ihre Luftballons in den weiß blauen bayerischen Himmel steigen.

Ein etwas anderes Wiesenfest ging zu Ende und dieses wird wohl noch lange Gesprächsstoff in der kleinen Stadt hoch über dem Egerbogen sein.

(Corona-) Wiesenfest 2020

 

Das winzige Virus SARS-CoV-2 oder kurz Corona-Virus legt seit Wochen das gesellschaftliche Leben in der Welt und so auch in der Stadt Hohenberg an der Eger lahm. So wird auch das traditionelle Wiesenfest sein Opfer. Der Festbetrieb auf dem Wiesenfestplatz fällt komplett aus.

Die „Hobercha Feierwehrkapelln“, die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Hohenberg, ließ es sich aber nicht nehmen, traditionsgemäß die Bürger der Stadt am Wiesenfest-Sonntag mit schmissiger Musik zu wecken. Dabei wurden natürlich die bestehenden Coronavorschriften beachtet. Um den nötigen Abstand zu den Zuhörern zu wahren, spielten die Musiker an den verschiedenen Orten im Stadtgebiet auf einem zur „Schaubühne“ umgebauten Anhänger. Dieser wurde mit einem Traktor zum jeweiligen Spielort gezogen. Fürs Ab-und Aufsteigen wurde eine Stufenleiter mitgeführt.

Besonders überrascht dürften die Bewohner des Yamakawa- Seniorenheimes gewesen sein, als die Kapelle vor dem Eingang mehrere bekannte Weisen intonierte. In Anbetracht des Alters der Bewohner hatte man den Weckruf auf eine angepasste Uhrzeit verlegt.

Endstation des Weckrufs war der Burgplatz, wo vor der Kulisse der mächtigen mittelalterlichen Burgmauern Bürgermeister Jürgen Hofmann den Dirigentenstab zu einem kurzen Platzkonzert übernahm. Die Zuschauer bzw. Zuhörer quittierten den Auftritt mit großem Applaus.

Der aus Hohenberg stammende Berliner Geschäftsmann Georg Kaiser, der selbst mit seiner Trompete die Kapelle verstärkte, lud die Musikanten dann zur Stärkung zu einem Weißwurstessen in den „Kühlen Morgen“ ein. Dies war vormals eine traditionsreiche Gaststätte, die Kaisers Urgroßvater betrieben hatte. Georg Kaiser hat das Anwesen jetzt renoviert und modernisiert. In bestens ausgestatteten Ferienwohnungen können Gäste  im Schatten der Burg von den Strapazen des Alltags abschalten.

Es war heuer ein etwas anderer Weckruf. Aber er hat gezeigt, dass trotz aller Corona bedingten Beschränkungen mit der gebotenen Vorsicht doch nicht ganz auf Traditionen verzichtet werden muss.