Die Hohenberger Brandchronik

In den Jahren 1430/31, wo die wilden Scharen des Hussitenführers Prokop ihre Brandfackeln entzündeten und unsere Heimat heimsuchten, wird verzeichnet, dass etliche Gehöfte bis auf den Grund niederbrannten.

Verheerend mögen auch jene Brände gewesen sein, die während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) Orkanen gleich, immer wieder das Grenzstädtchen heimsuchten.

Die Annalen berichten, dass in diesen Zeiten immer wieder fremde Truppen und Horden den Ort plünderten und brandschatzten. Gar mancher Bürger wurde bettelarm oder starb sogar vor Gram. Leider sind die Brände in ihrem Ausmaß dort nicht beschrieben.

 

Mit der Registrierung eines Schadenfeuers, dem 1663 das Badehaus der Heilquelle auf der Kuppelwiese unterhalb der Burg zum Opfer fiel, beginnt die eigentliche Brandchronik des Grenzstädtchens, die keinen Anspruch auf Vollkommenheit erhebt, da bei früheren Bränden wichtige Nachrichtenquellen für immer verloren gingen.

„Anno1664“ berichtet eine alte Urkunde darüber, „ist das Badhauß, welches in den Herbst 1663 von der älteren Pächterin durch Unachtsamkeit abgebrannt worden, wiederum mit großen Umständen aufgebaut worden und hat die Pächterin 10 Gulden Keyserlich zu einem beyschuß geben, ist doch uff eine gemein kommen mit furhand, fron und geldt geben, nach Außsag der Zimmerleute. Wenn alles hat solln bezahlt werden, hatten nicht 100 Reichsthaler gereicht. Ist HE. Hans Pöhlmann (Bürgermeistert) im Ambt gewest, hat solcher auch verricht, aber nichts angerechnet“.

Das Jahr 1708 brachte eine Brandkatastrophe, der nahezu ganz Hohenberg zum Opfer fiel. Mit Hilfe Egerer Landsleute wurde die historische Burg vor dem Flammensturm bewahrt, aber die über 600 Jahre alte evangelische Pfarrkirche konnte vor den Flammen nicht gerettet werden und brannte aus, wobei unersetzliches Urkundenmaterial verloren ging.

Am 10. September 1866 entstand im bäuerlichen Anwesen Nr. 66 ein Brand(Seidel-Beck), der mit rasender Geschwindigkeit um sich griff. Der damalige Bürgermeister Georg Kastner und die Ortsbürger mühten sich, ihn eizudämmen. Dennoch wurde der Ortsteil „Winkel“ unterhalb der Burg ein Raub der Flammen und vernichtete die Anwesen 66, 67 und 68. Zusammen mit dem Ortsteil „Winkel“ sank auch das alte Rathaus, gleichfalls wertvolle Urkunden bergend, in Schutt und Asche.

1900 bis Kriegsende 1945

Auch das 20. Jahrhundert verschonte unser Städtchen nicht vor größeren Brandkatastrophen. Am 8. Dezember 1903 brach im Anwesen des Adolf König am Oberen Markt ein Brand aus, der auch die Anwesen Gasthof Lamm, Singer und Gollner einäscherte. Durch das schnelle Eingreifen der Ortsfeuerwehr konnte sich der Brand nicht noch weiter ausbreiten.

Der 18. Februar 1929 sah die Scheunen der Anwesen Nr. 66 & 67 Seidelbeck & Pöhlmann) in Schutt und Asche sinken, mit ihr wertvolle Vorräte an Heu und Stroh. Zehn Jahre danach wurde der Dachstuhl des Anwesens Nr. 4 (Karl Harbauer) durch Brand zerstört.

Am Abend des 2. Februar 1940 zerriss die klingende Fanfare der Hornisten die Abendstille. Ein Großbrand, der kilometerweit die Nacht zum hellen Tag machte, vernichtete binnen weniger Stunden, Schuppen und Viehstall des Schmiedemeisters Bernhard Robisch.

Wenige Wochen später, am 29 März 1940 brannte es wieder. Diesmal fielen den geringen Flammen die Scheunen des Gasthofes „Zur Post“ und die des Bauern Georg Keck, zum Opfer.

In ihrem Ausmaß erinnert die durch Artilleriebeschuss verursachte Brandkatastrophe vom 20. bis 24. April 1945 an den Brand von 1708. Die traurige Bilanz jener Tage der Beschießung durch amerikanische Artillerie waren 34 völlig zerstörte Wohnhäuser, eine Kirche, eine Brücke über die Eger und 56 Stück Großvieh. Teilschäden an Häusern, einer Schule sowie an Vorburg und Burg. Hohenbergs Stadtmitte bildete damals ein einziges Flammenmeer, in dem auch das alte Feuerwehrgerätehaus unterging. Diese bisher größte Brandkatastrophe hatte zur Folge, dass etliche Häuser für immer aus dem Stadtbild verschwanden, da man die Ruinen abtragen musste.

Von 1900 - 1945

Nach dem Krieg von 1946 bis 1999

Pfingsten 1946 wurde das Brennhaus der Porzellanfabrik ein Raub der Flammen. Im März 1948 entstand in den Bodenräumen des alten „Fürstenhauses“ damals Herberge für Eltern und heimatlose Kinder (Evangelisches Knabenheim), ein Brand, der noch rechtzeitig bemerkt und gelöscht werden konnte.

Ein Jahr später, am 11. April 1949 stand plötzlich die Scheune des Bauern Karl König in Flammen. Sie brannte bis auf die Grundmauern nieder. Dem Bemühen der örtlichen Wehr war es zu verdanken, dass der Brand nicht auf das Wohnhaus und das benachbarte Anwesen Ernst Neidhardt übergriff.

In den frühen Morgenstunden des 22. Februar 1959 brach in dem Anwesen Nr. 95 (Kaiser Christian) ein Feuer aus, welches auf Scheune und Storchenturm übergriff.

Am 20 September 1962 wurde die neuerbaute Kunstmühle auf der Pfeiffermühle (Karl Wilhelm) ein Raub der Flammen. Auch hier war es der Verdienst der örtlichen Wehr, die durch schnelles und gekonntes Eingreifen ein übergreifen auf die angebaute Scheune verhindern konnte.

In den Abendstunden des 2. Dezember 1974 heulten erneut die Sirenen in Hohenberg und Umgebung, erstmals über Funk ausgelöst. Im Anwesen Wilhelm Singer (Gasthof Post“) war durch zündelnde Kinder ein Feuer ausgebrochen, das sich zu einem Großbrand auszubreiten drohte. Durch rasches Eingreifen unserer Wehr konnte das angrenzende Wohnhaus von Georg Keck gerettet werden, die Scheune jedoch brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Am 10. August 1985 entstand durch Blitzschlag ein Feuer im Anwesen von Reinhold Zeitler. In wenigen Minuten fielen Stall und Scheune den Flammen zum Opfer. Dank des schnellen und gekonnten Eingreifens unserer Wehr konnte das Wohnhaus gerettet werden.

Die Markanten Einsätze ab 1994

1994

Der spektakulärste Einsatz war am 23.04 ein LKW –Brand am Grenzübergang Schirnding wo ein Sattelauflieger mit gekühltem Rindfleisch Feuer gefangen hat.

1995

Am 26.11. Großbrand in Arzberg auf dem Trompetenberg. Ein Landw. Anwesen brannte völlig nieder.

1996

Vom 1. Kommandanten Wolfgang Wilhelm wurde das Jahr 1996 als Jahr der Falschalarmierungen bezeichnet. Die beiden größten Einsätze waren ein Gewächshausbrand in der Gärtnerei in Hohenberg sowie ein Zeltlagerbrand im Burggraben. Drei große Zelte wurden ein Raub der Flammen. 10 Jugendliche mußten mit Rauchvergiftung bzw. Schock ins Krankenhaus eingeliefert werden.

1997

Der größte Einsatz in diesem Jahr war am 24.07. Aufgrund eines gewaltigen Gewitterdauerregens standen viele Keller unter Wasser. Am stärksten betroffen war die Schreinerei FiBa. Hier musste die Feuerwehr Arzberg mit ihren Wassersaugern hinzugezogen werden.In diesem Jahr erfolgte die Funkumstellung auf Kanal 496

1998

Am 21.03. wurde die FFW Hohenberg zu einem grausigen VU gerufen. Auf der Flitterbachbrücke bei Arzberg stießen zwei Pkw frontal zusammen. Ein Auto wurde in 2 Stücke gerissen 1 Person war sofort tot. Wir wurden zur Vermisstensuche eingesetzt.

Zu einem größeren Brand in der Porzellanfabrik Schirnding rückte die Feuerwehr Hohenberg am 28.11.98 aus. Durch Hitzestau geriet das Dach in Brand. Nur durch das schnelle

Eingreifen der Feuerwehren Arzberg, Schirnding und Hohenberg konnte ein Großbrand verhindert werden.

1999

Auch in diesem Jahr rückte die Feuerwehr zu größeren Einsätzen aus. Am 21.07 musste nach Frontalzusammenstoß zweier PKWs bei der Einfahrt nach Neuhaus eine eingeklemmte Person mit Schere und Spreizer befreit werden. Am 23.09 LKW Brand auf der Staatsstraße. WUN 2178.

Brände im neuen Jahrtausend 2000

24.04.2000 Einsatz nach Kamineinsturz im Gasthof Egertal. Glück war dass sich in den anliegenden Garagen niemand aufhielt und niemand verletzt wurde. Wir übernahmen die Verkehrsabsicherung. Die Drehleiter aus Selb wurde nachalarmiert um die losen Teile des Kamins abzutragen. 12.08. Einsatz nach Dietersgrün. Ein Mähdrescher war in der Ernte in Brand geraten. Mit unseren LF 16 war das Feuer schnell gelöscht.

2001

Am 07.07. war die Feuerwehr Hohenberg zu einen Großbrand nach Fischern (Anwesen Medick) mit 34 Personen ausgerückt. Bei einem schweren Gewitter schlug der Blitz ein. Glück an diesem Abend war der starke Gewitterregen währen der Löscharbeiten. 80 Liter pro qm schüttete es in 5 Stunden. Der Einsatz zog sich über mehrere Tage. Zum Wiesenfestmontag am 16.07. stand das Festzelt nach einem Gewitterregen unter Wasser. Unter Mithilfe der Feuerwehr wurde noch vor dem Frühschoppen ein Holzboden im Zelt verlegt.

 

2002

09.11. Großbrand am Schacht bei Arzberg. Zwei Scheunen standen nach Brandstiftung durch illegale Grenzgänger in Vollbrand. Die Tiere und das Wohnhaus konnte gerettet werden.

 

2003

 

Am 02.06. spektakulärer Einsatz in Hohenberg. In der Gartenstraße wurde ein Bauarbeiter in einer 3m tiefen Baugrube von Einstürzenden Erdreich verschüttet. Mehrere Feuerwehren wurden alarmiert, auch ein Rettungshubschrauber wurde angefordert.

Am 30.09. wurden wir zur Personensuche nach Neuhaus mit 25 Personen alarmiert. Ein Mann wurde vermisst. Nach stundenlanger, erfolgloser Sucherei kam Entwarnung. Der gesuchte Mann war, ohne es zu sagen, mit dem Taxi nach Hause gefahren.

2004

Am 13.03. fand zum Erhalt der Grund und Teilhauptschule Schirnding / Hohenberg eine Kundgebung statt. Es wurde eine Menschenkette von Hohenberg nach Schirnding gebildet. Die Feuerwehr Hohenberg sicherte durch Absperrungen das Geschehen. Leider war das Ganze im Nachhinein Erfolglos. 29.12. Verkehrsunfall Ausfahrt Schirnding Mitte 303. Ein Opel Omega kam wegen Unachtsamkeit von der Straße ab und landete im Menzlohbach. Der Mann konnte leicht verletzt geborgen werden und Wurde nach Marktredwitz ins Krankenhaus gebracht.

2005

Am 19. März um Mitternacht wurden wir zu einem Wohnungsbrand nach Schirnding alarmiert. 100.000 Euro Sachschaden entstand durch einen überhitzten Föhn. Die Wohnung im Erdgeschoß brannte völlig aus; das Wohnhaus konnte gerettet werden. Die Mutter und ihr Kind kamen mit einer leichten Rauchvergiftung davon.

Ein schweres Unwetter mit Starkregen und Sturm sorgte in der Nacht vom 29 auf 30. Juli für 6 Einsätze innerhalb von wenigen Stunden. Der erste Einsatz war um 22 Uhr: ein Dach wurde im Ortsbereich abgedeckt und auf die Straße geschleudert. Weitere Einsätze folgten: umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste, die dauernd auf die Fahrbahn flogen.

2006

28. Mai musste die Hohenberger Wehr aufgrund von Hochwasser zum Sägewerk Pfeifermühle ausrücken. Aufgrund von starkem Regen stieg die Eger innerhalb von Stunden um 2 Meter an. Das Anwesen Wilhelm war im Nu überflutet. Das Wasser drang in die Gerätehalle ein. Diese wurde durch Sandsäcke gesichert und ausgepumpt. Erstaunlich war , so schnell wie das Wasser gekommen war , war es auch wieder verschwunden.

2007

Zu einem nicht alltäglichen Einsatz rückte die Feuerwehr am 23. Juli aus. Durch verlorenen Raps von Landwirt Karl Lippert wurde die Straße im Langen Weg auf einer Länge von ca. 300 m verunreinigt. Dies zog auch einen Verkehrsunfall nach sich. Ein PKW kam auf den Rapskörnern ins Rutschen und prallte in einen Gartenzaun. Die Straße wurde von der Feuerwehr und zahlreichen freiwilligen Helfern gereinigt.

2008

Insgesamt 30 Einsatzstunden waren für die Beseitigung einer Ölspur am 01. Dezembernötig. Auf einer Länge von 4 km von der Einfahrt B303 durch ganz Hohenberg bis zur Pfeifermühle war die Straße verunreinigt. Die Feuerwehren aus Schirnding und Neuhaus wurden nachalarmiert. Viele Säcke Ölbinder mussten auf die Straße aufgebracht werden. Der Verursacher konnte ermittelt werden.

2009

Das Jahr begann für die Feuerwehr am 05.Januar mit einem Großbrand in Arzberg. Das Wohnhaus des Sägewerks Fraas stand binnen kürzester Zeit in Flammen. Ein 33 – jähriger Mieter sprang aus dem Dachfenster aus acht Meter Höhe und verletzte sich schwer. Mit einen Großaufgebot kämpften die Feuerwehren gegen den Brand an. Zum Einsatz kamen 21 Feuerwehren aus dem Landkreis Wunsiedel und dem benachbarten Landkreis Tirschenreuth. Insgesamt nahmen rund 280 Wehrleute den Kampf gegen die Flammen auf. 30 Atemschutzträger versuchten an vorderster Front und von innen den Brand zu löschen. Es kamen 7000 Liter Wasser pro Sekunde zum Einsatz so dass nach etlichen Stunden ein Löscherfolg erzielt werden konnte.

Bei einem weiteren Großbrand in diesem Jahr beim Anwesen Scherzer in der Hohenberger Straße in Schirnding war die Feuerwehr Hohenberg 14 Stunden im Einsatz. Zu diesem Großeinsatz wurden 24 Feuerwehren aus dem Landkreis Wunsiedel sowie die Feuerwehren Konnersreuth und Waldsassen aus dem Landkreis Tirschenreuth alarmiert. Es waren gesamt 260 Feuerwehrleute im Einsatz. Dies war zugleich der letzte Einsatz des alten LF 8.

2010

Zu einem erneuten Großbrand am 23.03.10 musste die Feuerwehr Hohenberg ausrücken. In Raithenbach wurde ein Stadel, ein Wintergarten ein Gewächshaus und drei Schuppen ein Raub der Flammen. Das Wohnhaus konnte durch das schnelle Eingreifen der alarmierten Wehren gerettet werden. 180 Einsatzkräfte waren vor Ort. Zu diesem Einsatz rückte zum ersten Mal das neue Fahrzeug ( TSF-K ) der Feuerwehr Hohenberg mit aus obwohl es offiziell noch nicht übergeben wurde. Am 27.08.10 kämpfte die Feuerwehr Hohenberg, zusammen mit 100 Feuerwehrleuten gegen die Folgen eines Unwetters in Oschwitz. Die Straße nach Schirnding ist Stundenlang gesperrt. Garagen, Silos und Keller laufen in kürzester Zeit voll. Haben sich die durchschnittlichen Einsätze vor 5 Jahren noch bei ca 20 bewegt, so war in den vergangenen Jahren ein stetiger Anstieg der Einsatzzahlen zu verzeichnen. Im Jahr 2010 rückte die Feuerwehr Hohenberg 31 mal aus. Hierfür waren gesamt 328 Personen 586 Stunden ehrenamtlich im Einsatz. Der Stand der Aktiven hingegen veränderte sich in den letzten Jahren kaum. In der Feuerwehr Hohenberg leisten zu diesem Zeitpunkt 57 Personen ehrenamtlich Dienst. Darin sind 10 weibliche Mitglieder, 17 Atemschutzgeräteträger sowie die Jugendgruppe mit 16 Jugendlichen enthalten.

2011

Mit einen eher ungewöhnlichen Einsatz für Hohenberg begann das Jahr 2011. Die Feuerwehr wurde im Kampf gegen die Fluten am 14.01.11 zur Hammermühle, wo die Eger weit über die Ufer getreten ist, alarmiert. Beim Anwesen Dr. Hartmut Gallmeier wurde die Türe mit Sandsäcken gesichert und die Tauchpumpe für die Nacht im Keller installiert um eine komplette Überflutung der Wohnräume zu verhindern.

Ein Brand in der Flurstraße, Anwesen Seifert, beendete das Einsatzjahr 2011. Durch vermutlich eines technischen Defektes an einer Stromleitung geriet der Eingangsbereich und die Fassade in Brand. Nur durch das schnelle Eingreifen aller Feuerwehren konnte größerer Schaden verhindert werden, so das nach Einsatzende die Besitzer wieder in ihr Haus zurückkehren konnten.

2012

Am 06.01.2012 begann mit einer Wohnungsöffnung das Einsatzjahr 2012. Auch in den darauf folgenden Wochen wurde die Feuerwehr zu zahlreichen Einsätzen alarmiert. Hier wäre besonders der Großbrand am 15.02.2012 in Schirnding zu erwähnen. Die Feuerwehr Hohenberg war mit allen Fahrzeugen im Einsatz. Das LF 16 nahm im Erstangriff 2 C-Rohre und ein B-Rohr unter Atemschutz vor. Das TSF baute von der Röslau , welche zugefroren war und erst mittels Motorsäge geöffnet werden musste, eine Förderleitung zur Einsatzstelle auf. Weiter wurde mit einem Trupp unter PA das Abräumen des Daches von der Drehleiter aus unterstützt, und ein weiterer Trupp ging unter PA zur Brandnachschau ins Innere des Gebäudes.

Weiterhin zu erwähnen wäre am 23.02.2012 ein schwerer Verkehrsunfall auf der Staatstraße WUN 2178 Schirnding Richtung Seedorf. Hierzu wurde die Feuerwehr Hohenberg um 23:49 alarmiert. Das Fahrzeug verkeilte sich zwischen mehreren Bäumen, und eine Person war eingeklemmt. Die Feuerwehr Hohenberg leuchtete die Einsatzstelle aus, betreute die eingeklemmte Person, baute einen Bereitstellungsplatz für eine Personenrettung auf und übernahm anschließend

die Rettung mittels Hydraulischen Rettungssatz zusammen mit der Feuerwehr Arzberg. Nach ca. 3 Stunden war der Einsatz für die Feuerwehr beendet.

Zu einem weiteren spektakulären Einsatz wurde die Feuerwehr Hohenberg am 11.03.2012 um 20:45 alarmiert. Mit dem Alarmstichwort P Zug, RD 2 wurde gemeldet Person unter Zug. Beim eintreffen ergab sich das die Person nicht mehr unter dem Zug lag und bereits Ex war. Nach Rücksprache mit der Polizei übernahm Hohenberg 40/1 das ausleuchten der Unfallstelle mittels Stativ und Lichtmast am Fahrzeug und baute eine Bockleiter um einen Zaun zur Einsatzstelle zu überqueren. Hohenberg 44/1 war für eine Totalsperrung der Zufahrt über den Ratshammerweg zuständig und Hohenberg 11/1 übernahm die Einsatzleitung. Nach 4 Std. war auch dieser Einsatz beendet.

 

Der jedoch ungewöhnlichste Einsatz war Aufgrund der großen Entfernung ( 53 km ) ein verheerender Großbrand im Kristallbad in Fichtelberg wozu die Feuerwehr Hohenberg am 12.05.12 um 23:45 nach alarmiert wurde. Unsere Wehr bildete zusammen mit anderen Wehren des Landkreises Wunsiedel einen Löschzug, und wurde zur Ablösung der bereits vor Ort eingesetzten Kräfte mit Schweren Atemschutz im Innenangriff benötigt. Es waren bei diesem Großbrand über 800 Feuerwehrmänner aus den Landkreisen Bayreuth, Wunsiedel und Tirschenreuth sowie Rettungskräfte vom Roten Kreuz und dem Technischem Hilfswerk an der Einsatzstelle. Vom nahen Fichtelsee aus wurden Förderleitungen verlegt und ca. 4 Millionen Liter Löschwasser an die Einsatzstelle gefördert. Um 4:10 verließen wir die Einsatzstelle in Neubau – Fichtelberg und meldeten uns gegen 4:30 bei der Leitstelle Hochfranken wieder einsatzklar.