Ranglisten-Karter

Mit Leidenschaft aber auch mit einer gehörigen Portion Humor  karteten am 22. November 2019 sechs Partien um den, wie es sich  für die Feuerwehr einer Porzellanstadt gehört, aus edlem Porzellan gefertigten  Wanderpokal der Freiwilligen Feuerwehr Hohenberg. Dieser „Ranglisten-Karter“ wird bereits zum zehnten Mal als internes Schafkopfturnier ausgetragen und „fördert die Kameradschaft und Verbundenheit in der Wehr“, wie Vorsitzender Siegfried Paulus bei der Begrüßung sagte und er bedauerte zugleich, dass sich diesmal keine Frauen zum „Wettkampf“ angemeldet haben.

Nach mehr als drei Stunden „nervenzehrenden“ Spiels wurde abgerechnet. Dem Sieger, Gerhard Nowack, überreichte Paulus den Wanderpokal. Zweiter wurde Hubert Dorschner und den dritten Rang erspielte sich Lothar Reul. Rang vier belegte Wolfgang Köll und auf dem fünften Platz landete Jürgen Lang. Dieter Gleißner bekam als Vorletzter den Trostpreis: ein Fässchen Gerstensaft und einen Satz Spielkarten – zum Lernen.


Oktoberfest der Freiwilligen Feuerwehr Hohenberg a.d. Eger

Ein wahrer Ohren- und Gaumenschmaus wurde den Besuchern des Oktoberfests der Freiwilligen Feuerwehr geboten. Eine bestens aufgelegte !“Hobercha Feierwehrkapelln“ unterhielt die Gäste mit Blasmusik und die Küche servierte Schäufele und „Obatztn“.

Nach dem böhmischen Abend 2017 und dem bayerischen Abend 2018 wurde nun die die Tradition der musikalischen Abende der Freiwilligen Feuerwehr mit einem „Oktoberfest“ fortgesetzt. Gemäß bayerischer Tradition waren die Tische in der zur Festhalle umfunktionierten Fahrzeughalle mit bunten Laubzweigen auf blau weiß karierten Tischdecken dekoriert. Die Einsatzfahrzeuge durften derweil vor der Halle frische Luft schnappen und waren begehrte Schauobjekte für die kleinen Festbesucher.

Mit einer flotten bayerischen Weise eröffnete die vereinseigene „Hobercha Feierwehrkapelln“ den Festabend. Neben Bürgermeister Jürgen Hoffmann und seiner Gattin Heike sowie zweitem Bürgermeister Christian Paulus waren Ehrenkommandant Erwin Zeitler, Ehrenvorsitzenden Alfred Schricker und die Ehrenmitglieder Ernst Neidhardt, Georg und Erich Schmidbauer sowie der ehemalige Vorstand und Ehrenmitglied Karl Lippert unter den Gästen. Die Feuerwehr der Nachbargemeinde Schirnding war mit einer großen Abordnung vertreten wie auch die Feuerwehr Selb. Sogar Landratskandidat Holger Grieshammer und seine Gattin ließen sich das Küchenangebot schmecken und waren von der musikalischen Darbietungen der Kapelle begeistert.

Das Küchenpersonal hatte bayerische Schmankerl zubereitet, die von den Frauen der Aktiven serviert wurden. Auch die Jugendfeuerwehr war im Service engagiert und erfüllte in schmucke Dirndl und Lederhosen gekleidet schnell und ohne Verzögerung die Getränkewünsche der vielen Gäste. Für einen wahren Ohrenschmaus sorgte die „Hohbercha Feierwehrkapelln“, die mit überwiegend bayerischer Blasmusik, aber auch mit böhmischen Ohrwürmern und bekannten Schlagern die Gäste bis spät in die Nacht unterhielt.

Eine besondere Überraschung hatte die "Feierwehrkapelln" für ihren Flügel-Hornisten Otto Bojer bereit: Sie gratulierten ihm nachträglich mit einem Geschenkkorb zum achzigsten Geburtstag. Der Jubilar nahm das Geschenk und die Glückwünsche, denen sich auch die Gäste anschlossen offensichtlich gerührt  entgegen.

„Mit dem Oktoberfest-Abend zeigten meine Hohenberger Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, dass sie nicht nur ihren feuerwehrtechnischen Aufgabenbeherrschen, sondern auch für beste Unterhaltung sorgen können und damit ein Stück Lebensqualität in unsere Stadt bringen.“, meinte das Stadtoberhaupt zu diesen Abend. Die Besucher waren sich ausnahmslos einig, dass mit dem „Oktoberfest“ die Reihe der musikalischen Abende der Feuerwehr eine bestens gelungene Fortsetzung gefunden hat und ein weiterer Höhepunkt im Gesellschaftsleben der Stadt gesetzt wurde. „Die Tradition der Musikabende muss unbedingt unbedingt fortgesetzt werden.“, äußerte ein Besucher begeistert. Den Organisatoren, Vorstand Siegfried Paulus und Jugendleiter Thomas Jobst, und den hilfreichen Geistern, die diesen Abend vorbereitet und als Bedienung und Küchenpersonal halfen gebührt höchster Dank. Nach diesen drei erfolgreichen musikalischen Abenden dürfte es den Organisatoren auch nicht schwerfallen, für nächstes Jahr einen weiteren Abend, vielleicht einen fränkischen, folgen zu lassen.


Sommernachtfest der Feuerwehr

Am Freitag den 21. Juni, am Tag der Sommersonnenwende, feierte der Feuerwehrverein Hohenberg sein Sommernachtsfest. Alle Mitglieder der Feuerwehr, ob aktiv, fördernd oder passiv feierten gemeinsam. Und unsere "Hohbercha Feierwehrkapelln" unterhielt bis spät in die Nacht die Gäste mit bayerischen und böhmischen Weisen.

Dieses Fest wird im Rhythmus von zwei Jahren von den passiven und fördernden Mitgliedern ausgerichtet. Sie bedanken sich damit bei den aktiven Feuerwehrdienstleistenden für deren ehrenamtliches Engagement.

„Unsere aktiven Mitglieder leisten völlig ehrenamtlich hochprofesionelle Arbeit und das 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag und sind jederzeit bereit für einen Einsatz. Dafür bedanken wir uns mit diesem Fest, bei dem keiner der Aktiven mitarbeiten muss!“ so Vorstand Sigfried Paulus!

Dieses Jahr schied Klaus Hoffmann nach zwölf Jahren als Stellvertretender Kommandant und ebenso lang  als erster Kommandant aus dem Amt aus. Sein Nachfolger Florian Korb und dessen Stellvertreter Daniel Preckel dankten Hoffmann bei dieser Gelegenheit nochmals herzlich für sein langjähriges Engagement und überreichten ihm ein einzigartiges Andenken der gesamten Mannschaft. Klaus bleibt seiner Feuerwehr auch zukünftig als aktive Einsatzkraft erhalten und wird Führung und Mannschaft weiterhin tatkräftig unterstützen.

Für die Verpflegung sorgte dieses Jahr ein Pizzawagen mit einem Holzofen. Zusätzlich gab es wie gewohnt  Leckeres vom Grill. 

„Unsere passiven und fördernden Mitglieder sorgten für Speis und Trank und halfen wo sie nur konnten, um unserer aktiven Mannschaft für ihren Einsatz zu danken. Hier können wir den Frauen und Mänern, die das ganze Jahr für unsere Sicherheit sorgen, etwas zurück geben. Vielen Dank für eueren Einsatz und herzlichen Dank allen Helfern!“ so der Vertreter der passiven und fördernden Mitglieder, Christian Korb.

Eine Gruppe der Aktiven zeigte ihr Können noch mit einer Schauübung dem Publikum. In der dicken und warmen Schutzkleidung ist dies bei der aktuellen Sommerhitze  für die Akteure  natürlich noch anstrengender und schweißtreibender.

Der Kommandant und sein Stellvertreter dankten zum Schluss nochmals allen Mitgliedern für Ihre Unterstützung.


Schlachtschüssel-Essen der Feuerwehr

Neben Einsätzen, Übungen und Ausbildung soll auch das kameradschaftliche Miteinander und der Kontakt zur Bevölkerung nicht zu kurz kommen. Und dann ist es gut, wenn man in den eigenen Reihen „Köche und Metzger“ hat, um ein ordentliches Schlachtschüssel-Essen auf die Beine zu stellen. So hat die Feuerwehr Hohenberg Bürgerinnen und Bürger zum nun schon traditionellen Schlachtschüssel ins Feuerwehrhaus eingeladen. Das vorbereitete Platzangebot im Schulungsraum, der kurzerhand in eine Gaststube umfunktioniert worden war, reichte kaum aus und man musste noch zusätzlich Sitzgelegenheiten einrichten. Chefkoch Horst Übler hat mit Jürgen Seiler wieder eine hervorragende Schlachtschüssel zubereitet. Feuerwehrfrauen bedienten in gewohnter Weise, flott und zuvorkommend die Gäste, so dass trotz des großen Andrangs niemand auf seine Portion lange warten musste. Zum Fleisch und den Blut- und Leberwürsten wurden Knödel und Kraut serviert.

Neben dem gemeinsamen Essen kommt man natürlich auch ins Gespräch und „das ist durchaus auch gewollt“, meinte Vorsitzender Siegfried Paulus. „So können die Gäste sich über Belange und Anliegen der Feuerwehr aus erster Hand informieren,“ sagte dazu Kommandant Florian Korb und sein Vorgänger Klaus Hoffmann fügte an: “Und wer es bisher noch nicht geschafft haben sollte die Fahrzeughalle und die Fahrzeuge in Augenschein zu nehmen, kann dies, natürlich unter fachmännischer Führung, jetzt tun.“

So ein gemeinsames Essen, bei dem man mit „seinen Feuerwehrlern direkt reden kann“, sei eine gute Einrichtung meinten einhellig die Gäste und das sollte auch weiterhin beibehalten werden. Und mancher revidierte seine Meinung über ein „teures Spielzeug“, als ihm Einsatzzweck und Nutzen des Gerätes oder Fahrzeugs erklärt wurden.

Den Frauen und Männern der Feuerwehr, die diese „Schlachtschüssel“ organisieren, die „Gaststube“ einrichten, das Essen zubereiten, die Gäste bedienen und hinterher alles wieder in Ordnung bringen, denen sei aufrichtig und herzlich für ihren Einsatz gedankt.

Maibaumfest

 

Pünktlich zum auf zehn Uhr angesetzten Termin hievten die Männer des „Maibaumgeschwaders“ der Freiwilligen Feuerwehr Hohenberg a.d. Eger ihren mit Girlanden und Wappen geschmückten Baum in die Senkrechte. Zu diesem Ereignis hatten sich am Feuerwehrhaus zahlreiche Schaulustige eingefunden. Auf dem Vorplatz war eingetischt und mit einer Weißwurstbrotzeit begann das Maifest der Feuerwehr.

Für die Bewirtung der Gäste haben die Frauen und Herren des „Maibaumgeschwaders“ bestens vorgesorgt. Ab Mittag wurden auf den Rosten köstliche Bratwürste, brutzelnde „Braunschweigern“ und deftige Steaks gegrillt. Und um besser durchhalten zu können, gab es nachmittags dann Kaffee und Kuchen.

Es war eine gelungene Begrüßung des Wonnemonats, zumal auch der Wettergott mitspielte. Großer Dank gebührt den Frauen und Mannen des „Maibaumgeschwaders“, die den ganzen Tag für Essen und Trinken sorgten und auch den „Festplatz“ sauber hielten. Danke!


Gemütlicher Kaffeeplausch im Feuerwehrhaus

Liebevoll mit Frühlingsblumen waren die Tische im Schulungsraum der Feuerwehr geschmückt und die Kuchentheke bog sich unter der Last der Torten und Kuchen. Die Frauen der Feuerwehr hatten den Schulungsraum als Kaffeestube hergerichtet. Auch das Gebäck hatten die Damen selbst hergestellt und manche Torte als wahres Kunstwerk gestaltet.. Und ab 14:00 Uhr gab es dann keinen leeren Stuhl mehr im „Cafe Feuerwehr“. In der Küche kümmerte sich der „Wirt“, Horst Übler, um Kaffee und Getränke und den Service übernahmen wie immer die Feuerwehrfrauen. Wer Lust hatte, konnte sich die Fahrzeuge und die Ausrüstung ansehen. Auch das neue Großdisplay, mit dem der Kommandant im Einsatzfall die im Feuerwehrhaus eintreffenden Floriansjünger entsprechend ihrer Ausbildung auf die Fahrzeuge verteilen kann, wurde den interessierten Besuchern erklärt. Zudem kann sich der Einsatzleiter auf diesem Display auch den optimalen Weg zum Einsatzort zeigen lassen.

Diese Kaffeekränzchen ist nun schon Tradition bei der Hohenberger Feuerwehr und dient nicht zuletzt als Gesprächsplattform zwischen Bürgerinnen und Bürgern mit ihrer Feuerwehr.

 

 

 

EBgm Jürgen Hoffmann begrüßt die Versammlungsteilnehmer
Stimmabgabe
Auszählung
Klaus Hoffmann (links) übergibt die Führung an Florian Korb
Abschiedsrede des scheidenden Kommandanten Klaus Hoffmann
Die neue Führungscrew mit den Vorgängern

Kommandowechsel bei der Feuerwehr

Im Kommando der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Hohenberg gab es einen Stabwechsel. In der Dienstversammlung wurde der bisherige Stellvertreter Florian Korb zum Kommandanten gewählt, nachdem der bisherige Kommandant Klaus Hoffmann nicht mehr kandidiert hat. Stellvertreter wurde Löschmeister Daniel Preckel. Marcus Dierl wurde als Vertrauensmann bestätigt und für Florian Lippert rückte Julian Herrmann nach.

 

Der Erste Bürgermeistermeister der Stadt Hohenberg a.d. Eger, Jürgen Hoffmann, begrüßte in Feuerwehruniform die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr zur Dienstversammlung, die im Feuerwehrhaus in der Fahrzeughalle stattfand. Hoffmann bedankte sich bei Kreisbrandmeister Roland Kaiser und Ehrenkreisbrandmeister Karl Fürbringer für ihr Kommen. Sie vertraten Kreisbrandrat Wieland Schletz und Kreisbrandinspektor Armin Welzel, da diese aus zwingenden terminlichen Gründen anderweitig gebunden waren.

Auf der Tagesordnung standen die Wahl eines Kommandanten und seines Stellvertreters, sowie die Wahl zweier Vertrauensleute. Die Wahlleitung übernahm Stadtrat Hans Jürgen Wohlrab. Als Beisitzer fungierten KBM Roland Kaiser und EKBM Karl Fürbringer. Bedienstete der Verwaltungsgemeinschaft waren für die amtliche Protokollierung zuständig.

Artikel 8 des Bayerischen Feuerwehrgesetzes regelt die Wahl des Kommandanten und seines Stellvertreters. Zum Feuerwehrkommandanten kann nur gewählt oder bestellt werden, wer nach Vollendung des 18. Lebensjahres mindestens vier Jahre in einer Feuerwehr Dienst geleistet und die vorgeschriebenen Lehrgänge mit Erfolg besucht hat. Er wird in geheimer Wahl von den Feuerwehrdienst leistenden Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr und der Feuerwehranwärter, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, aus ihrer Mitte auf sechs Jahre gewählt. Gleiches gilt für seinen Vertreter. Daneben waren gemäß der Feuerwehrsatzung zwei Vertrauensleute zu wählen.

Die geheime Wahl brachte folgendes Ergebnis:

Kommandant: Florian Korb

Stellvertreter: Daniel Preckel

Als Vertrauensleute: Marcus Dierl und Julian Herrmann.

Nach der Wahl gratulierte Erster Bürgermeister Jürgen Hoffmann den Gewählten. Es sei heute nicht selbstverständlich dass sich für solche ehrenamtliche und verantwortungsvolle Ämter geeignete Personen zur Verfügung stellen.“Ich bin froh, dass mit Florian Korb und Daniel Preckel engagierte und fähige Männer diese Funktionen übernehmen.“, bedankte sich der Bürgermeister, auch im Namen des Stadtrates, und wünschte dem Führungsduo eine glückliche Hand bei ihren Entscheidungen. Als Bürgermeister werde er, da er ja selbst aktiver Floriansjünger ist, die Anliegen der Feuerwehr, soweit es ihm möglich ist, stets unterstützen.

In seiner Antrittsrede versprach Florian Korb, der seit sechs Jahren Stellvertreter des Kommandanten war, er werde das Amt im Sinne seines Vorgängers zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger weiter führen und bat die Mannschaft, ihn dabei zu unterstützen. Seinem Vorgänger zollte er größten Respekt und sagte ihm ein herzliches Dankeschön für seinen Einsatz für die Belange der Feuerwehr während seiner Amtszeit. Sein Stellvertreter, Daniel Preckel, schloss sich diesen Worten an. Preckel war 2008 in Jugendfeuerwehr eingetreten und hat als Aktiver an den Feuerwehrschulen Führungslehrgänge bereits Führungslehrgänge absolviert.

Kreisbrandmeister Roland Kaiser gratulierte den Gewählten und versicherte dem neuen Kommando die Unterstützung der Landkreisführung.

Klaus Hoffmann hat nach zwölfjähriger Amtszeit nicht mehr kandidiert. In seiner Abschiedsrede lobte er die Mannschaft: „Ihr habt bei Übungen und Einsätzen enormes Engagement gezeigt und ihr habt mir großes Vertrauen entgegengebracht, dafür möchte ich euch aufrichtig danken.“ und an seinem bisherigen Stellvertreter gewandt sagte er: „Du hast mir mit Rat und Tat meine Führungsaufgabe wesentlich erleichtert. - Danke.“ Er bat die Mannschaft, die neue Führung ebenso zu unterstützen, wie sie bisher ihn unterstützt hat. Die langanhaltende, stehende Ovation zeigte dem scheidenden Kommandanten, dass die neue Führung und die Mannschaft aber auch Bürgermeister und Stadtrat seine Leistungen und seinen Einsatz für die Anliegen der Feuerwehr wohl zu würdigen wissen.

Mit einem Dank an die Helfer , die die Fahrzeughalle für die Dienstversammlung hergerichtet haben, schloss der Bürgermeister den offiziellen Teil der Dienstversammlung. Der Stabwechsel in der Führung bot anschließend reichlich Gesprächsstoff für Aktive und Gäste.

Besucherrekord bei der diesjährigen JHV
Geehrte und Beförderte freuen sich mit den Führungskräften
Die neu gwählte Vorstandschaft

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hohenberg a.d. Eger:

Mit schmissiger Musik unterhielt die „Hohbercha Feierwehrkapelln“ die Gäste der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr, die diesmal in die Turnhalle stattfand. Neben den Führungskräften der Kreisfeuerwehr und Abordnungen der Nachbarwehren konnte der Vorsitzende auch Gäste aus dem benachbarten tschechischen Liba und aus dem niederösterreichischen Hohenberg begrüßen. Zusätzlich zu den üblichen Berichten der Referatsleiter standen diesmal auch Neuwahlen der Vorstandschaft an. Hier gab es dann auch einige Veränderungen.

Vorsitzender Siegfried Paulus begrüßte im voll besetzten Versammlungslokal neben den Feuerwehrkameradinnen und -kameraden den Ersten Bürgermeister Jürgen Hoffmann und den Zweiten Bürgermeister Christian Paulus mit ihren Stadträten. Sein besonderer Gruß galt dem Ehrenkommandanten Erwin Zeitler und dem Ehrenvorsitzenden Alfred Schricker sowie allen Ehrenmitgliedern. Von der Landkreisfeuerwehr konnte er Kreisbrandrat Wieland Schletz, Kreisbrandinspektor Armin Welzel, Kreisbrandmeister Thomas Greipel und Ehrenkreisbrandmeister Karl Fürbringer sowie Holger Lüftner von der Schirndinger Wehr mit seinem Vertreter Udo Müller und die Vertretung der Feuerwehr Neuhaus begrüßen. Mit einem herzlichen „Vitame vas“ hieß er Kommandant Jan Rossmeissl mit einer die Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr aus dem tschechischen Nachbarort Liebenstein (Liba) willkommen.

Mit stehendem Applaus begrüßte die Versammlung Ehrenlandesfeuerwehrrat Helmut Warta, der aus der über fünfhundert Kilometer entfernten niederösterreichischen Partnerstadt Hohenberg a.d. Traisen angereist war. Helmut Warta war es, der, damals noch Kommandant der Wehr von Hohenberg/Traisen, 1984 zusammen mit Ehrenkommandant Erwin Zeitler die Feuerwehrpartnerschaft besiegelte.

Zu einer Gedenkminute erhob sich die Versammlung für die im abgelaufenen Jahr Verstorbenen.

Der Mitgliederstand ist mit sechs Neuzugängen gegenüber zwei Austritten auf insgesamt 271 angestiegen, dem höchsten Mitgliederstand seit Bestehen der Feuerwehr. Er teilt sich auf in 37 aktive Feuerwehr-Dienstleistende, 19 Jugendliche, 14 Löschzwerge der Kinderfeuerwehr, 61 Passive und 122 fördernde Mitglieder, einen Ehrenkommandanten und einen Ehrenvorsitzenden sowie 12 Ehrenmitgliedern. Dem Feuerwehrverein gehören auch 4 Kinder unter sechs Jahren an.

Der Feuerwehrverein beteiligt sich mit Veranstaltungen auch am gesellschaftlichen Leben und unterstützt mit finanzieller Hilfe notwendige Anschaffungen für die Aktiven.

Natürlich wurden auch die Geburtstagsjubilare besucht. Man gratulierte Ehrenvorsitzenden Alfred Schricker und Ehrenmitglied Helmut Lüftner jeweils zum „Neunzigsten“. Ehrenmitglied Ernst Neidhardt feierte seinen 85. Zu mehreren „runden“ Geburtstagen vom 50-sten bis zum 80-sten gratulierten Abordnungen der Vorstandschaft. Ehrenlandesfeuerwehrrat Helmut Warta hatte zu seinem Siebzigsten nach Hohenberg an der Traisen eingeladen und dieser Einladung folgte man gerne.

Mit einem herzlichen Dank an alle Spender und Gönner der Feuerwehr schloss der Vorsitzende seine Rede.

Kommandant Klaus Hoffmann berichtet von einem einsatzintensiven Feuerwehrjahr. Allein zu 21 der 71 Einsätze wurden Hohenbergs Floriansjünger am Unwettertag, dem 31. Mai, alarmiert. Zwölfmal mussten sie zum Brandlöschen ausrücken, technische Hilfe leisteten sie bei Unfällen und Unwettereinsätzen insgesamt 52 mal. Fünf Sicherheitswachen waren zu leisten und zweimal wurden sie zu sonstigen Einsätzen gerufen.

Dem Kommandanten stehen für Einsätze 37 Aktive, neun Frauen und 28 Männer, zur Verfügung. Darunter sind 4 Zugführer, 12 Gruppenführer, 18 Maschinisten, 17 Atemschutzgeräteträger sowie ein Einsatzleiter Rettungsdienst, zwei Rettungsassistenten, ein Rettungssanitäter und zwei Sanitäter. Um den Fuhrpark und die Ausrüstung kümmern sich drei Gerätewarte. Für die sensible Atemschutzausrüstung ist ein eigens geschulter Atemschutzgerätewart installiert. In der Jugendfeuerwehr werden fünf junge Frauen und 14 junge Männer auf den anspruchsvollen Dienst vorbereitet.

Für Einsätze, Ausbildung und Unterhalt sowie Pflege der Gerätschaft leisteten die Floriansjünger 6993 Stunden oder anders ausgedrückt 291Tage ehrenamtlichen Dienst. Neben internen Schulungen besuchten die Aktiven zur Aus- und Fortbildung Lehrgänge der Landkreisfeuerwehr und der Feuerwehrschulen Regensburg und Würzburg. Mehrere Gruppen unterzogen sich erfolgreich der Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung und Löscheinsatz. Alle 17 Atemschutzgeräteträger absolvierten den Gesundheitscheck und durchliefen die Prüfungsstrecke in Marktredwitz. Neu angeschafft bzw. gespendet wurden im abgelaufenen Jahr ein Einsatzdisplay. Alle im Feuerwehrhaus ankommenden Einsatzkräfte sind mit ihrem Ausbildungsstand erfasst und auf dem großen Display entsprechend farbig markiert angezeigt, so dass der Einsatzleiter schnell entscheiden kann, auf welches Fahrzeug er die Aktiven einteilt.

Jugendwart Thomas Jobst bildet neun Mädels und zehn Jungs im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren aus. Jeden Dienstag wird Theorie gepaukt und werden praktische Übungen durchgeführt.

Höhepunkt im jährlichen Ausbildungsrhythmus ist unbestritten der sogenannte Berufsfeuerwehrtag, bei dem die Jugendlichen, wie bei einer Berufsfeuerwehr eine 24-Stunden-Schicht auf der Feuerwache verbringen. Neben theoretischer Ausbildung und Gerätekunde werden sie zu Einsätzen gerufen. So hatten sie eine Pkw-Brand zu löschen, ein Haustier zu retten und bei einem Verkehrsunfall technische Hilfe zu leisten. In der Nacht war es schwierig bei vollkommener Dunkelheit bei der Suchkette nach einem Vermissten immer den Kontakt zum Nachbarn zu halten. Auch die Rettung eines unter einen umgestürzten Baum eingeklemmten Holzfällers mit Hebekissen forderte Geschick und Umsicht. Obwohl dieser Schichtdienst den „Einsatzkräften“ viel Kraft abverlangte, waren die Jugendlichen begeistert und hoffen, dass es im kommenden Jahr wieder einen Berufsfeuerwehrtag gibt.

Die im Februar 2012 von Kommandant Klaus Hoffmann ins Leben gerufene Kinderabteilung, die „Löschzwerge“, rückte im vergangenen Jahr mit ihrem HZW (Hand-Zieh-Wagen) zwölfmal aus, wie die Leiterin Heike Übler berichtete. Die Betreuung der Buben und Mädchen liegt in kompetenten Händen: Die Leiterin ist in einem Kindergarten beschäftigt. Sie wird unterstützt von Anne Übler, ebenfalls Erzieherin an einem Kindergarten und von Martina Schacht die ausgebildete Brandschutzerzieherin ist. Ein besonderes Erlebnis war für die Jüngsten der Feuerwehr war der Bastelabend, bei dem sie für den Weihnachtsbaum Anhänger fertigten und sich zum Abschluss auch das Essen selber zubereiten durften, natürlich unter Anleitung der Betreuerinnen.

Die „Hohbercha Feierwehrkapellnkonnte, wie Leiterin Tanja Chlup berichtete, auf zahlreiche musikalische Einsätze zurückblicken. So spielten sie beim bei „Stärketrinken“ zu Heilig Dreikönig in mehreren Wirtschaften auf. Weitere Auftritte waren unter anderem zum Wiesenfest zum Festakt „Deutsche Einheit“ am 3. Oktober, beim Weihnachtsmarkt vor der mittelalterlichen Burgkulisse sowie musikalische Gratulationen zu mehreren Geburtstagen. Ein besonderes Erlebnis hatten die Musiker und ihre Fans beim Ausflug zum Musikmuseum in Markneukirchen und zur Sprunschanzenanlage Vogtlandarena in Klingental. Die Unterhaltung der Gäste vor Beginn und in der Pause der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr ist schon Tradition und Ehrensache.

Der Kassenwart Hans Rummel konnte von einem ausgeglichenen Haushalt berichten. Die Kassenprüfer bestätigten ihm eine korrekte und übersichtliche Kassenführung. Auf ihren Antrag hin wurde die Vorstandschaft entlastet.

Nach bestandener Probezeit begrüßte Kommandant Klaus Hoffmann per Handschlag vier Mädchen und einen Jungen in der Jugendfeuerwehr. Des weiteren konnte er einen Erwachsenen in den Aktiven Dienst bei gleichzeitiger Ernennung zum Feuerwehrmann übernehmen.

Anschließend übernahm er Daniel Herrmann in den aktiven Dienst unter gleichzeitiger Beförderung zum Feuerwehrmann. Nach Abschluss der Grundausbildung und erfolgreichem Besuch des Ergänzungsmoduls Truppführer wurde ein weiterer Nachwuchsmann zum Feuerwehrmann ernannt und ein bereits länger im aktiven Dienst Stehender wurde aufgrund seines Ausbildungsstandes und seines Einsatzes für die Feuerwehr zum Oberfeuerwehrmann befördert.

Geehrt wurden für langjährigen Mitgliedschaft: Bettina Zeitner für 40 Jahre, Wolfgang Köll 30 Jahre und Alfred Friedrich und Oskar Hubrig für jeweils 50 Jahre. Eine besondere Ehrung wurde Gerätewart Harald Übler zuteil. In Würdigung seiner Verdienste um das Feuerwehrwesen im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge, wie es in der Urkunde heißt, wurde ihm das Ehrenzeichen in Silber der Feuerwehren im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge verliehen. Kreisbrandrat Wieland Schletz überreichte die von Landrat Dr. Karl Döhler und ihm unterzeichnete Urkunde und Kreisbrandinspektor Armin Welzel hefte das Ehrenzeichen an die stolz geschwellte Brust des Geehrten.

Satzungsgemäß stand Neuwahlen an. Erster Bürgermeister Jürgen Hoffmann übernahm den Vorsitz des Wahlausschusses und Beisitzer waren Zweiter Bürgermeister Christian Paulus und Harald Max. Auf einigen Positionen gab es Veränderungen, da die bisherigen Inhaber nicht mehr dafür kandidierten. Die Wahl verlief reibungslos und so setzt sich die neue Vorstandschaft, die auf sechs Jahre gewählt ist, zusammen: Erster Vorsitzender: Siegfried Paulus, Zweiter Vorsitzender: Thomas Jobst (neu), Erste Schriftführerin: Tanja Chlup, Zweite Schriftführerin: Katharina Hupfer (neu), Erster Kassier: Matthias Neuerer (neu), Zweiter Kassier: Martin Werner, Vertreter der passiven und fördernden Mitglieder: Christian Korb (neu), Kassenprüfer: Hans Rummel (neu) und Thomas Zeitler.

„Ich bin als Bürgermeister und als Feuerwehrkamerad stolz auf Euch. Ihr zeigt ehrenamtliches Engagement weit über das zu erwartende Maß hinaus. Das habt ihr am 31. Mai, dem unvergesslichen Unwettertag und bei der Sommerlounge bewiesen.“, bedankte sich Erster Bürgermeister Jürgen Hoffmann, auch im Namen des Stadtrats bei der Wehr. Er versprach, sich weiterhin für die Belange der Feuerwehr stark zu machen, da er diese Belange als aktiver Floriansjünger bestens kenne. Aber er müsse als Bürgermeister auch die Finanzen der Stadt im Auge behalten, bat er um Verständnis.

Die gute und problemlose Zusammenarbeit der Feuerwehren, insbesondere die Unterstützung am 31. Mai, hob Kreisbrandrat Schletz hervor. „Dafür kann ich mich nur bedanken und Allen meine Anerkennung aussprechen.“, bedankte er sich bei den Einsatzkräften. Allgemein leidet die Feuerwehr, wie auch andere ehrenamtliche Einrichtungen unter Nachwuchsmangel. Daher sei Nachwuchsarbeit gerade in der heutigen Zeit sehr wichtig. „Bei Heike Übler und Thomas Jobst und ihren Teams ist die Nachwuchsarbeit in den richtigen Händen.“, lobte er deren Tätigkeit. Er wünschte allen Einsatzkräften, dass sie immer wohlbehalten von ihren Einsätzen zurückkehren mögen.

Der Leiter der Polizeiinspektion Marktredwitz, Erster Polizeihauptkommissar Robert Roth, hob die fachliche Kompetenz der ehrenamtlichen Führungskräfte der Hohenberger Feuerwehr bei der Erarbeitung des Sicherheitskonzeptes und Einsatzplanung für die Sommerlounge hervor.

Als alter und neuer Vorsitzender bedankte sich Siegfried Paulus für den zahlreichen Besuch und schloss die Versammlung mit dem Wahlspruch der Feuerwehr: Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr‘. An den offiziellen Teil schloss sich noch ein gemütliches Beisammensein an. Man hatte ja mit den benachbarten Kameraden und Kameradinnen sowie den ausländischen Gästen genügend Gesprächsstoff.


Faschingsgaudi im Feuerwehrhaus

Die Freiwillige Feuerwehr hatte Kinder und Eltern zu einem Faschingstreiben eingeladen. Fleißige Helfer hatten die Fahrzeughalle in einen bunten Ballsaal verwandelt. Wo sonst die Löschfahrzeuge stehen, tobten nun Cowboys, Turtles, Yeti-Ritter und Piraten. Dazwischen wuselten ganz kleine Bienen Mayas und Willis umher. Prinzessinnen, Nixen, Feen und Elfen schritten gemessen an den dicht besetzten Tischreihen vorbei, wo sich ihre Eltern, die erfreulicherweise größtenteils ebenfalls maskiert waren, angeregt unterhielten. Aber nicht nur die Kinder hatten ihren Spaß, auch eine der ältesten Bürgerinnen Hohenbergs genoss mit ihren über 90 Lebensjahren sichtlich das doch teilweise laute Faschingstreiben des maskierten Nachwuchses.

Discjockey Harald Max legte für Alt und Jung die passende Musik auf, sodass sich schon bald die „Tanzfläche“ füllte. Auch die ganz Kleinen wollten nicht zurückstehen und tapsten rhythmisch, unterstützt von Mama oder Papa, im Takt.

Das „Animateurteam“ der Jugendfeuerwehr beschäftigte mit Spielen wie Reise nach Jerusalem und kindgerechten Wettkämpfen die Mädchen und Buben, so dass die Eltern dann auch ungestört ihren Kaffee und Kuchen genießen konnten. Mit einer Polonaise präsentierten sich schließlich Masken für die Prämierung. Für die Preisrichterinnen war es äußerst schwer unter den vielen hübschen und fantasievollen Verkleidungen eine Entscheidung zu treffen. Aber die erfahrene Jury hatte gut vorgesorgt und so konnten alle Masken mit einem Preis belohnt werden.

„Jugendwart Thomas Jobst hat mit seiner Jugendfeuerwehr für Hohenbergs Kinder einen tollen Fasching organisiert.“, lobte Erster Bürgermeister Jürgen Hoffmann die Veranstalter. Es war für die Kinder, aber auch für die Erwachsenen ein abwechslungsreicher, manchmal etwas lauter Nachmittag. Aber so muss es sein, wenn sich Kinder freuen sollen.